07. 07. 2011 |
IdeenAlm | IdeenAlm Staffel 1-2010 | Mehrblick TV

Videogespräch: Thomas Albiez auf der IdeenAlm, Alpbach 2010

 

Er ist einer der Pioniere der Elektromobilität, hält wenig von Hybridmodellen und fordert von der Automobilindustrie den bereits möglichen Leichtbau konsequent umzusetzen. Hannes Offenbacher im Gespräch mit Thomas Albiez, Erbauer des Hotzenblitz und Inhaber von Meeting Point Future.


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Location: Alpbach, Tirol
Datum: 09/2010

Zitate aus dem Video

  • Der Ansatz darf nicht sein, ein Auto umzubauen, sondern konsequent Leichtbau zu betreiben.
  • Damals, also in den 90er Jahren, gab es das Projekt „Insel Rügen“, da hat man riesige, schwere Autos umgebaut. Uns hat man gar nicht aufgenommen, wir wären startbereit gewesen – da habe ich das erste Mal gemerkt, was Lobby-Arbeit ist.
  • Was wir damals unterschätzt haben, waren die Gesellschafterstruktur und das Wachstum. Uns ist dann schlicht das Geld ausgegangen […] verkaufen war kein Problem, wir hatten schon 120 Modelle gebaut und verkauft.
  • Fachlich hatte ich null Ahnung vom Autobau. Den ersten Hotzenblitz gab es 1993 […] der war noch grauenhaft, ich dachte nur „hoffentlich fällt das Ding nicht auseinander“.
  • 20 Jahre später stehen wir wieder vor der Serienproduktion. Wir brauchen jetzt nur Investoren. Wehmut kommt auf, wenn ich sehe welche Budgets die großen Konzerne haben und was sie daraus machen.
  • Die Großen bauen Autos, wir entwickeln Mobilität und Energiespartechnik.
  • Der Hybrid ist nur eine Notlösung […] es braucht eine radikale Innovation und das ist jedenfalls Leichtbau.
  • Der Name Hotzenblitz kommt aus meiner Region – da gibt es den Hotzenwald. Hotzenblitz steht für Erneuerung. Dazu gibt’s eine lustige Geschichte wie findige Bauern aus Baden-Württemberg ihre Häuser saniert haben […] da gab’s Konstruktionen, die die Blitze anzogen, um das eigene Haus anzuzünden […] um dann die Versicherungssumme zu kassieren.
  • Tesla spielt eine wichtige Rolle, weil er beweist, was technisch möglich ist. Ökonomisch frage ich mich allerdings, wer sich das Auto leisten kann. Ökologisch glaube ich nicht, dass die Batterien lange genug halten können, bei dieser Beschleunigung.
  • Unsere Batterien können recycelt werden. Unser Wirkungsgrad liegt bei 98 Prozent. Die Lebensdauer liegt bei etwa 30 Jahren. Die Versicherung bei der Wiener Städtischen kostet uns fürs Jahr 170 Euro pro Auto. Wir stehen bei etwa 750 Kilogramm, die Sicherheit leidet aber keineswegs darunter. Das sind einfach schlagende Argumente. Wir brauchen nur mehr Investoren.
  • Ich bin nur der Entwickler. Ich möchte jetzt ein starkes Management aufbauen und in die zweite Reihe zurücktreten.
 
  • Joe

    Hallo,
    sehr interessant, die Aussagen von Hr. Albiez. Nun würde mich 01/2012 natürlich interessieren, wo denn nun das angekündigte neue Interview und vor allem die Vorstellung seines seit Jahren angekündigten neuen Elektroautos bleibt.
    Die Presse-”News” auf der verlinkten Herstellerseite stammen aus 2009 und die dortige Fahrzeugvorstellung zeigt offensichtlich ausschließlich Technik von vor 1997. Hier würde sicherlich nicht nur ich mich über Aufklärung freuen, wass denn nun aus diesem interessanten Projekt wird /geworden ist.

    MfG Joe