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Er ist Österreichs führender Zukunftsforscher und hat den Blick für Trends die unsere Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Hannes Offenbacher im Gespräch mit Harry Gatterer, Trendforscher und Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Österreich und Experte für „New Living“.
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Location: Alpbach, Tirol
Datum: 09/2010
Zitate aus dem Video
- Mit Mega-Trends meinen wir Veränderungen, die uns 50 – 60 Jahre lang beschäftigen. Sie bewirken eine langfristige Veränderung, kurzfristig sieht man keine wesentlichen Neuerungen – daher erscheinen sie dann im Moment eher langweilig.
- Entwicklungen schreiten sehr rasch voran, ohne dass wir es sehen. Das liegt daran, dass wir eigentlich immer nur auf einen sehr kurzfristen Zeitrahmen fokussiert sind.
- Die Grünen hatten eigentlich die Zukunftsthemen immer gut besetzt. Als die Themen dann tatsächlich da waren, haben es die Grünen verabsäumt und nicht verstanden, den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu tun.
- Mega-Trends können nicht provoziert oder wesentlich beschleunigt werden. Man muss jedenfalls mit ihnen gehen, mit ihnen arbeiten – ansonsten bleibt man auf der Strecke.
- Wir wissen alle, dass Konzepte für Autos mit alternativen Antriebstechnologien schon seit mehr als 10 Jahren in der Schublade liegen. Langsam werden sie hervorgeholt.
- Gesellschaften haben sich immer mit einer wahnsinnigen Anstrengung in eine neue Ära katapultiert. Das wird auch jetzt wieder passieren.
- Wirtschaftskrisen lähmen natürlich im Moment des Auftretens die Gesellschaft, aber sie bewirken in Wirklichkeit sehr viel Positives, das sich dann erste Jahre später abzeichnet.
- Die Mobilität des Individuums wird stark zunehmen. Gleichzeitig wird das Auto als Statussymbol abnehmen. Immer mehr in den Vordergrund rückt dafür das Thema Nachhaltigkeit und Mobilität. Smarte Mobilitätssysteme werden noch stark zunehmen – neue Lösungen sind im Entstehen.
- Selbst die ÖBB setzt noch auf Mobilität als Statussymbol. Jetzt mit der Drei-Klassen-Gesellschaft. Das ist ein veraltetes System. Neue Konzepte werden nicht mehr unterscheiden und nur noch eine Klasse schaffen.
- Wer glaubt, in Zukunft ohne die Themen der Nachhaltigkeit agieren zu können – der wird es schwer haben.
- Als Beobachter bin ich in einer gemütlicheren Position. Wenn man täglich kämpfen muss, ist das etwas anders. Systeme haben eben eine gewisse Trägheit und Veränderungsprozesse brauchen ihre Zeit.
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