23. 05. 2011 |
IdeenAlm | IdeenAlm Staffel 1-2010 | Mehrblick TV

Kuno Haas (Grüne Erde) auf der IdeenAlm, Alpbach 2010

 

Er ist ein stiller Macher für den Ergebnisse zählen. Mit der “Grünen Erde” hat er über die Jahre einen hoch erfolgreichen, nachhaltigen Möbelhersteller und eine Lifestyle Marke aufgebaut. Gleichzeitig investiert er in nachhaltige Projekte und Startups. Hannes Offenbacher im Gespräch mit Kuno Haas, Inhaber & Geschäftsführender Gesellschafter der Grünen Erde.


Zur Übersicht aller Videos.

Location: Mehrblick IdeenAlm Alpbach
Datum: 09/2010

Zitate aus dem Video

  • Gegründet haben wir Anfang der achtziger Jahre als Ein-Mann/Eine-Frau – also Ein-Ehepaar-Unternehmen. Wir haben immer selbst mit angepackt, das muss man auch.
  • Alle Themen, die nun unter CSR subsumiert werden, wurden bei uns schon immer gelebt, nicht erst eingeführt. […] Wir haben aus dem Stand einige CSR-Preise abgeräumt, das hat uns sehr gefreut und war eigentlich kein großer Aufwand.
  • Dann kamen alle möglichen CSR-Zertifizierungsstellen, Berichtswesen, Inspektoren etc. auf, was die Sache mühsam machte und bremste. Es stand plötzlich nicht mehr die Sache an sich im Vordergrund. Wir haben uns dann wieder nur auf die Sache und weniger auf Preisverleihungen konzentriert.
  • Man kann sich als Unternehmen auch sozial agieren – und das ohne Einbrüche zu erleben. Im Gegenteil, man bekommt sehr Vieles zurück. Es stellt sich ein gemeinsames Geben und Nehmen ein. Das bisschen Mehr an organisatorischem Aufwand steht in keinem Verhältnis zum gemeinsamen Profit!
  • Wir haben in Brasilien ca. 400 Hektar gekauft: Regenwald, Plantagen und Wohnhäuser. Dort wird bio-zertifizierter Fairtrade Kaffee angebaut. […] Eigentlich ein Hobby mit ernstem Hintergrund, da in Brasilien industrielle Landwirtschaft noch ein starkes Thema ist. Wir wollten einfach ein Modell bauen, aufzeigen was geht und die Bevölkerung vor Ort motivieren, um zu stellen.
  • Wir bieten auch eine Baum-Patenschaft an, mit nur 10 Euro kann man einen Baum mit lebenslanger Betreuung sein Eigen nennen. Also wirklich vom Samen, über die Aufzucht und Aussetzung bis hin zur Bewässerung und Ausholzung, damit er genug Licht und Nährstoffe hat. Das Aufforsten gehört einfach dazu.
  • Wir können ja alle das Geld nicht „mitnehmen“, mir ist es daher lieber, mein Geld sinnvoll zu investieren.
  • Ich bin mit 10 Jahren ins Internat gekommen und habe dann irgendwann eine „Gemeinschaftskasse“ gegründet – heute würde man Bank dazu sagen – und Wucherzinsen von 10% verlangt. Der Überschuss gehörte aber nicht mir, sondern wurde für gemeinsame Aktivitäten verwendet. Ich war schon immer sozial engagiert.
  • Wir haben uns auch ein aufgelassenes Heilbad gekauft, dessen Wasser gegen Neurodermitis hilft. Das gibt es ja sonst nur am Schwarzen Meer oder in irgendwelchen Spezialkliniken. Da konnten wir nicht anders, als einsteigen. Ein beschwerlicher Weg, weil man solche Kliniken ja nur mehr privat betreiben kann.
  • Ich kann nicht anders, als immer wieder Geld in die Hand zu nehmen und ein Projekt zu starkten, ins Risiko zu gehen – klar wäre es gemütlicher, alles aufs Sparbuch zu legen, aber dann würde sich nichts bewegen. […] Ich sage dann immer: so, das war jetzt aber das letzte Projekt. Aber nach einiger Zeit läuft es dann und die gewonnene Energie spornt doch wieder zu weiteren Projekten an.
 

Kommentar hinterlassen