06. 05. 2011 |
IdeenAlm | IdeenAlm Staffel 1-2010 | Mehrblick TV

Johannes Gutmann (Sonnentor) auf der IdeenAlm, Alpbach 2010

 

Er ist bekannt wie ein bunter Hund. Vom Spinner zum Winner – Er zählt zu den Bio-Pionieren und hat aus einer verrückten Idee ein erfolgreiches Unternehmen aus dem Nichts geformt.  Hannes Offenbacher im Gespräch mit Johannes Gutmann , visionärer Unternehmer, Gründer und Inhaber von Sonnentor.


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Location: Alpbach, Tirol
Datum: 09/2010

Zitate aus dem Video

  • Der Weg war am Anfang belächelt und belacht. Aber es gibt ein schönes Sprichwort bei uns: „Zuerst belacht, dann bedacht und zum Schluss nachgemacht.
  • Ich bin zu Hause als Spinner abgetan worden, habe aber im Ausland den Erfolg erzielt, der mich dann auch in der Region so besonders machte. „Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ – habe ich mir zum Vorteil gemacht.
  • Man braucht, wenn man eine Marke kreiert auch ein Gesicht dazu, das muss personifiziert sein. Mich in der Öffentlichkeit zu präsentieren hat immer Spaß gemacht, schon in der Kindheit beim Theater spielen […], nur daraus dann eine Marketingfinte zu schlagen, war nie mein Ziel, das ist passiert. […] Man muss sich abheben, anders sein!
  • Wir such ständig etwas anderes […] wir suchen aber nicht das fünfte Aktionsangebot von links, wir sind dessen schon überdrüssig. Wir suchen Sachen, in die wir Vertrauen haben, die Sinn machen und wo wir auch sehen, dass es langfristig Leute in der Region leben lässt.
  • Als Startup muss man selbst begeistert, beseelt sein von seiner Idee […] wenn es das am Anfang nicht gibt, ist das ganze Unternehmen bedroht.
  • Heute hat man natürlich ganz andere Möglichkeiten Konsumenten anzusprechen, man muss nur an Facebook oder Blogs denken, bei mir hat das länger gedauert, ich stand damals noch am Bauernmarkt und bin auf Messen gefahren. Ich habe wirklich oft das Land verlassen, um da bleiben zu können.
  • Noch ein Tipp: „s’Maul aufmocha sunst muas ma s’Boersl aufmocha“ (Übersetzung: “Den Mund aufmachen, sonst muss man die Geldtasche aufmachen”)
  • Ein bisserl eine Demut schadet auch nicht. Dienen kommt immer vorm Verdienen. […] Und eines ist klar, Chef-spielen heißt, der Erste und der Letzte zu sein; man muss vieles begleiten und Mitarbeiter begeistern können.
  • Busness Plan? Na mein Business Plan war auf einen A4 Zettel geschrieben, als ich mein Bewerbungsgespräch bei der Bank hatte. […] Da stand drauf was ich machen möchte und wie ich kalkuliert habe […] das heißt der Business Plan existierte in meinem Kopf und umfasste drei Bauern, die sofort meine Partner waren. […] Ein Business Plan muss auch und zuerst mit dem Herzen zu tun haben, dann kommt das Hirn und die Hand sowieso dazu.
  • Der Weg entsteht immer erst im Gehen. […] Mein Ziel war es nie Millionär zu werden, das ist einfach passiert. Ich verdiene aber auch nicht mehr wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter. Ich kann ja auch nicht öfter als 2-3 pro Tag essen, mehr ist ungesund ;-)
  • Die Jugend braucht Vorbilder, Vorturner, die man nachahmen kann. Die hat es auch in meiner Jugend gegeben. […] Die gibt es immer in der Region, an denen kann man sich orientieren, Mut holen und sich begeistern, infizieren lassen.
  • CSR war für uns nie ein Thema, wir haben damals mit 5 Mitarbeitern genauso gelebt wie mit 150 oder 200. Man hat ja auch erst vor kurzem über CSR zu sprechen begonnen – als diese Gier, diese Schnelligkeit, die Globalisierung gekommen ist.
 

Ein Kommentar to “Johannes Gutmann (Sonnentor) auf der IdeenAlm, Alpbach 2010”

  1. Der Weg entsteht beim Gehen. | 7meilenstiefeletten says:

    [...] ich freue mich auf die nächsten Jahre!Der Weg entsteht beim Gehen! (gerade wieder gehört von Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor, in seinem Gespräch mit Hannes auf der IdeenAlm Alpbach 2010) Comments 0 Comments Categories Unternehmertum Author [...]

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